
Intensives Konzerterlebnis mit Trommelzauber
„Gospeltrain Ahaus“ im Alexander-Hegius-Gymnasium

AHAUS – Gute Laune und musikalische Intensität verströmte der Chor „Gospeltrain Ahaus“ auf der Bühne der Aula des Alexander-Hegius-Gymnasiums, auch wenn sich der Saal bei diesem Jahreskonzert längst nicht so prall gefüllt zeigte, wie es in den vergangenen Jahren der Fall war.

Chorleiter Albert Göken, der gemischte Chor und der Saxophonist Rudolf F. Neuhauser, der mittlerweile zum festen Begleiter des Gospeltrain gehört, ließen sich davon nicht beirren. Gleich zu Beginn ging Göken auf das Publikum zu und befragte es, was für Ahaus typisch sei. „Das Schloss“ war die eine Antwort, „das Strahlen“ die zweite Möglichkeit. Ganz spontan bastelte Göken mit Neuhauser ein Lied zum Mitsingen daraus. „Ahaus hat ’ne strahlende Zukunft, auch wenn sie von innen kommt“, lautete der spontan gedichtete Refrain, der nicht bei allen Besuchern die absolute Heiterkeit entzündete. Als der Chor die Bühne betrat, ging es rasant in die Welt der Gospels, die Göken nur ganz kurz und in gewohnt lässiger Art ankündigte. Mit dem Song „Put a little love in your heart“ wurde das eigentliche Konzert eröffnet. „Teach me lord to wait“ enthielt ein wunderschönes Solo von Göken am Klavier und Neuhauser mit dem Saxophon, die das Hören dieses Gospels intensivierte. Zwischen den Gospels bot das 90-minütige Programm immer wieder Raum für die Trommelgruppe mit Mitgliedern des Chors. Ihre rhythmischen Soloeinlagen waren ein hörenswertes Pendant zum Gesang.
Abwechslungsreich
Steif und trocken wurde keiner der Gospels präsentiert: Nicht nur die farbigen Schals der Sänger und Sängerinnen boten optische Abwechslung, auch die bewegte gestische Präsentation lockerte das Konzert auf. „Jesus is my salvation“ besang die heilbringende Wirkung der Begegnung mit Jesus, während „In my fathers house“ die Geborgenheit im Hause Gottes zum Inhalt hatte. „I was there, when it happened“ vermittelte die Intensität des Glaubens, während zum Schluss vor den beiden Zugaben und den Dankesworten der Vorsitzenden Maria Wiemers an Göken und Neuhauser der bekannte Titel „What a wonderful world“ die Schönheit der Welt und des Lebens besang. Mittendrin ließ sich Göken vom „Teufel der Improvisation“ mal wieder leiten. Da Neuhauser eine neue Partnerin namens Melissa habe und mit ihr lange Zeit in Amerika war, hätten sie nicht genügend zusammen proben können für das Konzert.
Spontane „Melissa“
Göken erfand deshalb ein ganzes Lied unter dem Titel „Melissa“, das er zum Besten gab. Der Beifall war ihm auch hier gewiss. Begeisterter Schlussapplaus belohnte alle Akteure für das beschwingte und kurzweilige Konzert.
(erschienen in der Münsterland Zeitung im Februar 2013, Fotos und Bericht von Elvira Meisel-Kemper)
